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Gläserne Werkstatt

In einer Werkstatt sollen Menschen zusammenkommen, um gemeinsam Probleme zu lösen, zu lernen, auszuprobieren und zu produzieren. Was zukünftig im Kultur-, Bildungs- und Forschungsland Sachsen produziert wird, soll in der Gläsernen Werkstatt des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst zusammengesetzt werden. Die Gläserne Werkstatt ist ein Forum zum Mitreden und Mitgestalten. Hier sollen Ideen entwickelt, Modelle analysiert und neue Lösungen diskutiert werden. Zweimal im Jahr laden Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, und die Friedrich-Ebert-Stiftung herzlich in die Gläserne Werkstatt ein. Wenn Sie in den Verteiler für Veranstaltungen aufgenommen werden möchten, melden Sie sich bitte unter presse@smwk.sachsen.de

 

Bisherige Veranstaltungen:

26. September 2017: »Arm, aber frei. Oder die Kunst zu überleben« Die soziale Situation von Künstlerinnen und Künstlern.

Viele Künstlerinnen und Künstler leben in prekären Verhältnissen. Ihre Einkünfte sind oftmals mies und liegen weit unter dem gesellschaftlichen Durchschnitt. Jobs sind befristet, Künstler haben meist mehrere „nebenbei“, um für Miete, Material und das Nötigste aufkommen zu können. Beruf und Familie sind noch schwieriger als in anderen Berufsgruppen vereinbar. Später droht für viele Altersarmut. Dies alles trifft Künstlerinnen noch härter als ihre männlichen Kollegen. Rund 90 Prozent aller Kunstschaffenden stehen am Existenzminimum. Sie beherrschen vor allem eine Kunst: die zu überleben. Die wenigen kommerziell erfolgreichen Stars der Branche sind medial zwar präsent, aber nicht repräsentativ. Deshalb ist es überfällig, die Leistungen der „Kreativen“ nicht nur zu preisen, sondern dass sich die Kulturpolitik auch um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen von Künstlerinnen und Künstlern in Malerei, Schauspiel, Tanz, Musik, Literatur und Film bemüht. Viele Regelungen wie die Absicherung in der Künstlersozialkasse und die Steuergesetze unterliegen zwar der Bundesgesetzgebung und sind aus Sachsen nicht zu verändern. Doch es gibt Faktoren, auf die die Landespolitik Einfluss nehmen will: Ausstellungsvergütung, Stipendien, Atelierprogramme. Zu diesen Themen diskutierten Dr. sc. Eckard Priller, Ökonom und Soziologe, wissenschaftlicher Co-Direktor des Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft in Berlin, und Dirk Förster, Künstlerischer Leiter & Geschäftsführer LOFFT - DAS THEATER Verein zur Förderung des Leipziger OFF-Theaters e.V., unter der Moderation von Dr. Eva-Maria Stange gemeinsam mit dem Publikum.

21. März 2017: Urheberrecht und Bildung in der digitalen Welt
Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange kam dazu mit Herrn Oliver Hinte, Geschäftsführer der Fachbibliothek Rechtswissenschaft an der Universität zu Köln, und Herrn Stephan Kilian, Lektorat Wirtschaft, Verlag C.H.Beck oHG, München, ins Gespräch.
Diskutiert wurden Fragen wie: Schließen sich Autorenschutz und freier Zugang zu digitalen Werken aus? Werden die Hochschulen bei der Beachtung des Urheberrechts überfordert? Müssen die Studierenden wieder an den Kopierer? Ist Einzelabrechnung in Zeiten von Flatrate und Abos überhaupt noch zeitgemäß? Wie kommen die Autoren wissenschaftlicher Werke zu ihrem Recht und ihren Tantiemen? Stehen kleine Verlage nun vor dem Aus? Wie weit lässt das Urheberrecht überhaupt noch den freien Zugang zu digital vorhandenem Wissen zu?

15. September 2016: Hochschulgesetzgebung
Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange, Prof. Dr. Jürgen Zöllner, ehemaliger Bildungs- und Wissenschaftsminister in Rheinland-Pfalz, und mit Janek Heß, Vorstandsmitglied des Freien Zusammenschlusses von StudentInnenschaften, kam mit den etwa 100 Gästen in einen lebhaften Austausch zu Fragen wie: Haben sich die vor einigen Jahren angestoßenen Änderungen zu mehr Autonomie, Deregulierung und Mitbestimmung bewährt? Wie viel strategische Planung bleibt beim Staat und wie setzt er sie durch? Welche aktuellen Herausforderungen gibt es für die Governance, die Mitbestimmung, die Organisation und Steuerung einer Hochschule? Wie ist die Arbeit der Hochschulräte zu bewerten? Welche Möglichkeiten gibt es für eine möglichst gerechte und transparente Rektorenwahl? Welche Konsequenzen leiten sich aus Antworten auf diese Fragen für eine Weiterentwicklung des Hochschulgesetzes in Sachsen ab?

6. April 2016: Industriekultur – Erbe, Auftrag oder hohle Phrase?
150 Experten und Gäste diskutierten im voll besetzten Saal des Kunstministeriums, fast zweieinhalb Stunden lang, wie die Industriekultur stärker ins Blickfeld gerückt werden kann.
Bei der von Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange moderierten Veranstaltung sprachen Prof. Dr. Ulrich Borsdorf, vorm. Direktor des Ruhr Museums, Mitglied des Vorstandes der Stiftung Zollverein, Dr. Lars Scharnholz, Geschäftsführer des Instituts für Neue Industriekultur INIK GmbH, und Jana Reichenbach-Behnisch, Architektin und Geschäftsführerin des Tapetenwerks Leipzig.
 
29. September 2015: Kultur. Für alle. Die Zukunft des Sächsischen Kulturraumgesetzes
Etwa 100 Interessierte kamen am 29. September in das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, um über das Kulturraumgesetz zu sprechen. Im Podium waren Christian Schramm, Präsident des Sächsischen Kultursenats, Staatssekretär Uwe Gaul und Tobias J. Knoblich, Kulturdirektor der Stadt Erfurt
 
15. Juni 2015: Die Hochschulgesetze – Gratwanderung zwischen Steuerung und Autonomie
Prof. Dr. Friedrich Albrecht, Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz, Staatssekretär Uwe Gaul und Dr. Hans-Gerhard Husung, Generalsekretär der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz, (von links nach rechts) diskutierten am 15. Juni 2015 gemeinsam mit dem Publikum bei der Gläsernen Werkstatt im Sächsischen Wissenschaftsministerium zum Thema »Wie sieht die Hochschule der Zukunft aus?«.
 
6. März 2015: »Willkommen in Sachsen!?«
Etwa 200 Bürgerinnen und Bürger kamen zu der restlos ausgebuchten Veranstaltung“unter dem Titel »Willkommen in Sachsen!?« beschäftigte sich mit dem Thema »weltoffenes Sachsen«. Der Intendant des Staatsschauspiels, Wilfried Schulz, Prof. Dr. Wolfgang Donsbach von der TU Dresden und Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange führten in das Thema ein, danach folgte ein intensiver Austausch mit den Gästen.
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